Wandern, Joggen und zwei unterschiedliche Paar Schuhe

Ich finde, es gibt keine schönere Art eine Landschaft zu entdecken, als sie zu durchwandern.

Warum verursacht Wandern auch bei Läufern Muskelkater?

Doch trotz aller schönen Dinge, die man rechts und links am Weg entdecken kann, am Ende des Tages (spätestens dann!) melden sich Waden, Rücken, Po und Füße. Am nächsten Tag meldet sich der Muskelkater – und das trotz regelmäßigem Lauftraining. Dabei haben Wandern und Laufen doch einige Gemeinsamkeiten. Beide trainieren die Ausdauer und beanspruchen zu einem großen Teil dieselben Muskelpartien. Wo also ist der Unterschied?

Unterschiedliche Belastungen beim Joggen und Wandern

Der Unterschied beim Laufen und beim Wandern wird deutlich, wenn man sich die Belastungsnormative Intensität und Dauer mal genauer ansieht.

Die Belastungsintensität zeigt, wie anstrengend eine Übung wirklich ist. Das kann beispielsweise anhand der Geschwindigkeit oder der Herzfrequenz bestimmt werden.

Beim Laufen wird eine höhere Cardio-Leistung erbracht – dein Puls fängt schneller an zu rasen und du verbrauchst auch mehr Energie. Die Sauerstoffversorgung der Muskeln wird schlechter und es kommt zu Ermüdungserscheinungen. Beim Wandern dagegen bleibt die Cardio-Leistung (zumindest in der Ebene) konstant. Das heißt du hältst länger durch ohne zu ermüden.

Die Belastungsintensität ist beim Joggen also wesentlich höher als beim Wandern.

Die Belastungsdauer ist ein weiteres geeignetes Normativ um Laufen und Wandern zu unterscheiden. Man kann in der Regel längere Zeit gemütlich wandern als laufen.

Beim Wandern wird die Muskulatur viel länger belastet als beim Laufen.

Darum kommt es zum Muskelkater

Bei jeder Art von Training kommt es zu Anpassungserscheinungen. Wer regelmäßig läuft, hat ein gut trainiertes Herz-Kreislauf-System und kommt nicht so schnell aus der Puste. Beim Wandern muss aber auch die Muskulatur wesentlich länger durchhalten, als beim Joggen. Dies ist ein völlig neuer Trainingsreiz, auf den der Körper nicht vorbereitet ist. Die Folge: Muskelkater.

3 Antworten auf “Wandern, Joggen und zwei unterschiedliche Paar Schuhe”

  1. Ich persönlich habe zusätzlich noch deutlich unterschiedliches Abrollverhalten zwischen laufen und gehen, was wieder unterschiedlich Muskeln beansprucht. Auch das dürfte einen Unterschied machen – allerdings frage ich mich nun, ob der von Dir dargestellte Effekt oder dieser Aspekt bedeutender ist.

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    1. Da gebe ich Dir recht 🙂. Es spielt auch eine Rolle, wie Du beim Laufen abrollst. Beim Vorfußlauf wird die Wade beispielsweise wesentlich stärker belastet als beim Fersen- oder Mittelfußlauf. Je nachdem welche Technik man anwendet, kann es dann zu unterschiedlichen bzw. ungewohnten Belastungen kommen.

      Gefällt 1 Person

      1. Genau um die beiden Typen des Abrollverhaltens geht es. Ich laufe vorfüßig und gehe über die Ferse.

        Durch regelmäßige, aber verhältnismäßig kurze (2-5km, viermal die Woche) Spaziergänge sind meine Beine neben 3-5mal laufen, 6-35km auch an das Fersengehen gewöhnt, aber eine lange Wanderung würde mir sicher auch zusetzen.

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