Warum die Waage lügt und welche Alternativen es gibt

Der einfachste Weg um sein Gewicht zu messen, ist die Waage. Sie gilt als schonungslos, unbestechlich, verlässlich, objektiv. Und gerade deswegen vertrauen wir ihr fast blind, machen sie zum Maß aller Dinge. Wir versuchen unsere sportlichen Aktivitäten und Ernährung an ihr zu messen. Das Ergebnis zweifeln wir nicht an – eher verzweifeln wir, wenn die Waage nicht das Gewicht zeigt, das wir uns wünschen. Dabei wäre ein gesundes Misstrauen durchaus nicht verkehrt, denn was die Waage abbildet, ist lediglich eine Zahl.

Was die Waage verschweigt

Das Problem ist natürlich nicht die Waage. Es ist eher die Art und Weise, wie die Zahl auf der Anzeige dann interpretiert wird, bzw. welches Gewicht ihr sprichwörtlich beigemessen wird – und das ist meistens zu viel.  Denn die Grenze der Waage liegt darin, was uns nicht erzählt, z.B:

1. Wie setzt sich Dein Körper zusammen

Die Waage berücksichtigt den Körperbau, also das Verhältnis von Fett, Muskeln und Flüssigkeit nicht. Machst Du regelmäßig Sport verbrennst Du natürlich Fett und verlierst Wasser, aber gleichzeitig baust Du auch Muskulatur auf. Da Muskeln schwerer sind als Fett, ist es nicht ungewöhnlich, dass das Gewicht steigt. Deswegen ist die Zahl auf der Waage nicht aussagekräftig.

2. Warum das Gewicht schwankt

Gewichtsschwankungen sind normal. Die Tageszeit, schlechter Schlaf, eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, verstärktes Schwitzen beim Sport, der Mageninhalt oder die Hormone sind nur einige Faktoren, die unser Gewicht täglich beeinflussen.

Was passiert, wenn Du Dich nur auf die Waage allein verlässt

Wer sich nur auf die Waage verlässt wird zwei Situationen wahrscheinlich kennen: Euphorie oder Frust. Dabei kann es aber auch zu sogenannten Falsch-Positiven oder Falsch-Negativen Ergebnissen kommen.

Trügerische Euphorie: Das Gewicht geht in die Richtung, die Du wolltest. Du freust Dich und wähnst Dich auf dem richtigen Weg. Du gibst weiter Gas, befolgst eine strenge Diät mit vielen Verboten. Dabei achtest Du nicht darauf, was genau Du zu- oder abnimmst: Muskeln, Fett, Wasser? Irgendwann merkst Du, dass die Klamotten immer noch nicht passen, fühlst Dich vielleicht schlapp und träge und Dein Gewicht stagniert.

Unnötiger Frust: Das Gewicht entwickelt sich nicht so, wie Du es Dir wünschst. Dabei hast Du beim Sport und der Ernährung alles richtig gemacht. Du merkst gar nicht, dass Dein Körper vielleicht muskulöser und straffer geworden ist, Du mehr Energie hast.

In beiden Fällen kann die Fixierung auf die Waage zu einer falschen Körperwahrnehmung führen. Schlimmstenfalls auch dazu, dass Du Deine Trainings- und Ernährungsziele aufgibst, weil scheinbar nichts passiert.

Besser messen ohne Waage

Statt ständig Wettkämpfe mit der Waage auszutragen, versuche es doch mal mit diesen Alternativen, um Deine Fortschritte besser sichtbar zu machen:

1. Der Blick in den Spiegel zeigt Dir, wie sich Dein Körper durch Ernährung und Sport verändert. Wird er straffer und muskulöser, bist Du sicher auf dem richtigen Weg.

2. Mache regelmäßig Fotos von Dir. Mit Vorher/Nachher-Bildern kannst Du sehen, was Du bereits erreicht hast.

3. Deine Sachen sind ebenfalls ein gutes Indiz. Kneift Deine Lieblingshose nicht mehr? Glückwunsch!

4. Mit dem Maßband kannst Du z.B. regelmäßig den Umfang Deiner Taille, Oberarme oder Brust messen und anschließend notieren. Auch so machst Du Fortschritte sichtbar.

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