Schmunzeln an der Supermarktkasse

Wie jedes Jahr im Januar, fassen sich viele Leute ein Herz und fassen gute Vorsätze – ganz oben dabei: mehr Sport, weniger essen, schlanker werden. Ich frage mich, ob sich deswegen in den letzten Jahren Supermärkte zum Jahresanfang mit Heimfitnessgeräten eindecken, um den Rückgang an verkauften Süßigkeiten und Chips auszugleichen.

Auch eine Kundin, die neulich im Supermarkt vor mir stand, hatte sich vorgenommen, ihren guten Vorsätzen nun Taten folgen zu lassen und packte ihr dazu notwendiges Equipment – einen Mini-Stepper – auf das Band.

Wie um sich vor der in sich hinein schmunzelnden Mitarbeiterin an der Kasse zu rechtfertigen, sagte die Kundin, dass sie es aber auch wirklich ernst meinte und bis zu ihrem Urlaub eifrig auf dem Stepper zu Hause für die Bikini-Figur trainieren würde. Das Grinsen der Mitarbeiterin wurde immer breiter und sie berichtete von ihren eigenen Erfahrungen mit diesem Gerät, das bereits nach wenigen Wochen ein trauriges Dasein als Staubfänger fristete.

Ein Fitnessgerät macht noch keinen Sportler

So wie den Mini-Steppern ergeht es vermutlich vielen weiteren Heimfitnessgeräten (auch meinen alten Crosstrainer ereilte dasselbe Schicksal). Nachdem ich dieses Gespräch mitangehört hatte bin ich allerdings ins Grübeln gekommen. Ich frage mich, warum viele Sportwillige sich zunächst scheinbar wahllos ein Heimfitnessgerät anschaffen – egal ob es zum Ziel führt oder nicht, ob es Spaß macht oder eben nicht. Hat es vielleicht damit zu tun, dass einen die bloße Anwesenheit des Gerätes daran erinnert, sich zu mehr zu bewegen – oder gar ermahnt? Braucht es eine finanzielle Investition, um zu zeigen, dass man es wirklich ernst meint? Lässt sich mehr Bewegung nur mit Geräten in den Alltag integrieren?

Effizient zu Hause trainieren

Mein Tipp für alle Einsteiger, die es ernst meinen und auch noch etwas Geld sparen wollen: Übungen ohne Geräte nur mit dem eigenen Körpergewicht tun es auch. Liegestütz, Kniebeuge und Co. sind sehr effektiv und lassen sich ganz einfach von zu Hause machen.

Die besten Übungen dafür habe ich bereits in einem eigenen Blogeintrag zusammengefasst „Fit ohne Geräte: Training mit dem eigenen Körpergewicht“ »

Wer hierbei auf Dauer seine Motivation nicht verliert und sich steigern möchte, wird dann mit Sicherheit auch das passende Fitness-Equipment für sich finden.

3 Antworten auf “Schmunzeln an der Supermarktkasse”

  1. Meine Erfahrung ist, dass das schlechte Gewissen wegen des angeschafften Geräts nicht kleiner wird – und ein schlechtes Gewissen ist bei mir ein echter Motivationskiller.

    Vermutlich laufe ich deswegen ohne Geräte und trainiere über Squats, Liegestütze, halten von Plank, Sideplank und Brücke, „Fallschirmspringer“ und ein paar Sachen mehr mit dem Körpergewicht. 🙂

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    1. Das ist ein guter Gedanke mit dem schlechten Gewissen als Motivationsbremse.

      Und ja, ich bin auch davon überzeugt, dass man besser erst mit dem anfängt, was man zur Verfügung hat – sprich das eigene Körpergewicht. Mehr braucht es auch nicht unbedingt 😌

      Gefällt 1 Person

  2. Ich teile die Meinung absolut, Sport benötigt kein teures Fitnessgerät. Ich bin auch eher ein Fan von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Ein paar Hanteln oder z. B. einen Gymnastikball oder etwa ein Theraband bekommt man als weitere Alternative schon für sehr wenig Geld. Ich habe auf meinem Blog auch ein paar Übungen mit Haushaltsgegenständen als Anregung (https://liwoba.blog/2018/06/05/workout-%f0%9f%8f%8b%ef%b8%8f%e2%80%8d%e2%99%82%ef%b8%8f-mit-wasserflasche-besenstiel-co/). Falls das irgendwann alles zu langweilig wird, man Gefallen am Sport gefunden habt, gibt es immer noch die Möglichkeit, sich ein Fitnessgerät zuzulegen. Oder wie wäre es mit einem Probeabo beim Fitnessstudio, um herauszufinden was das richtige ist?
    Sportliche Grüße Kerstin 🙂

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