Unfreiwillige Kaffeepause mit Aha-Effekt

Ein Morgen ohne Kaffee – ohne mich! Seitdem ich 14 bin, beginnt mein Morgen mit zwei großen Tassen Filterkaffee. Nur in sehr seltenen Fällen habe ich auf mein tägliches Koffein verzichtet. Zwar konnte ich eine Verbindung zwischen Trägheit, Kopfschmerzen und Kaffeemangel herstellen, allerdings hielt ich diesen Zustand für eine selbsterfüllende Prophezeiung. Das hat sich nun aber geändert.

Meine neue Routine, früh vor der Arbeit zu trainieren und den Morgen weniger „entspannt“ zu beginnen, führte zu meinem unfreiwilligen Experiment.

Schon als ich früh in Richtung Fitnessstudio unterwegs war, habe ich gemerkt, dass etwas anders ist als sonst – ich hatte keine Energie und habe unterwegs mehrmals mit dem Gedanken gespielt, das Training ausfallen zu lassen. Das Training selbst war anstrengender als sonst und ich musste das Gewicht verringern.

Später gesellten sich zur Müdigkeit dann auch noch Kopfschmerzen hinzu. Ich hatte nach wie vor keine Erklärung dafür, bis mein Lebensgefährte mir nachmittags eine Nachricht schickte und fragte, ob er denn den Kaffee wegkippen soll. Erst da wurde mir klar: Ich hatte also tatsächlich vergessen, meinen Kaffee zu trinken. Seit diesem Vorfall glaube ich durchaus, dass Kaffee auch im Sport seine Berechtigung hat.

Warum steigert Kaffee die Leistung beim Sport?

Das Koffein wirkt im Gehirn stimulierend. Es blockiert die Adenosin-Rezeptoren und sorgt so dafür, dass Botenstoffe wie Dopamin und Noradrenalin vermehrt freigesetzt werden. Dies wiederum führt dazu, dass man wacher, aufmerksamer, reaktionsschneller und besser gelaunt ist – kurz gesagt: man wird leistungsfähiger.

Darüber bewirkt das Koffein eine verbesserte Sauerstoffaufnahme und kann sogar Muskelschmerzen nach dem Sport lindern.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass Kaffee viele Antioxidantien enthält, die die Körperzellen schützen.

Übrigens stand Kaffee bis zum Jahr 2004 auf der Dopingliste. Und ich weiß seit letzter Woche einmal mehr: Ohne Kaffee – ohne mich!

  1. Ich kenne den Effekt, wäre aber vorsichtig damit, ihn übermäßig zu nutzen. Wenn Du nur Deinen üblichen Kaffee vergessen hast, ist das eine Sache – wenn Du allerdings gezielt Kaffee einsetzt, um Hochleistungen zu erbringen, könnte ich mir vorstellen, dass damit Begrenzungen des Körpers außer Kraft gesetzt werden, die eigentlich seinem Schutz dienen.
    Ich habe auch irgendwo mal gelesen, dass das die exzessive Verbindung von Koffein und Sport Herzmuskelschädigungen Vorschub leisten kann. Da ich aber die Quelle nicht mehr parat habe, möchte ich über deren Seriosität keine Aussage machen.
    Im Grunde kenne ich ich den Effekt wie gesagt, aber ich genieße ihn bewusst mit Vorsicht, da ich sicher bin, dass die Begrenzungen des Körpers, die ich mit dem Training erweitere, durchaus ihre Berechtigung zum Schutz und Erhalt der Leistungsfähigkeit dienen.

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