Trainieren mit Erkältung: Wann ist der richtige Moment, um aufzuhören?

Es lief doch gerade so gut beim Training

Immer, wenn ich freue, dass ich gesund durch den Winter gekommen bin und die Regelmäßigkeit nach Feiertagen und Jahreswechsel sich wieder eingestellt hat, passiert es doch noch: Mein Immunsystem offenbart seine Schwächen und bestraft mich mit einer Erkältung. Früher habe ich dies als Kampfansage gewertet und einfach weiter trainiert. Mittlerweile fahre ich mit meiner neuen Strategie, schon bei den ersten Anzeichen einen Gang runterzuschalten, wesentlich besser. Dazu gehörte aber auch, mich von alten absurden Gedanken zu verabschieden und mir ein neues Mindset zuzulegen.

Falscher Ehrgeiz und lustige Gedanken

Disziplin ist gut und notwendig, um seine Trainingsziele zu erreichen. In manchen Fällen, wie bei einer Krankheit, verwandelt sich Disziplin in falschen Ehrgeiz. Vielleicht kennst Du zum Beispiel diese Gedanken auch:

  1. Ich muss am Ball bleiben, um mein gestecktes Pensum zu erreichen.
  2. Wenn ich jetzt aufhöre, muss ich wieder von vorne anfangen.
  3. Noch tut der Hals nicht weh, also powere ich mich lieber heute noch mal aus, bevor es gar nicht mehr geht.

Das sind so typische Gedanken, die mir immer durch den Kopf gingen. Dabei ignorierte ich, dass mein Körper nicht so leistungsfähig war, wie sonst. Außerdem verlängerte ich die Dauer der Infekte und bekam schnell Rückfälle. 

Warum eine Pause bei Infekten gut ist

Zugegeben, sofort auf dem Sofa zu lümmeln, wenn die Nase läuft, ist nicht immer notwendig. Manchmal reicht es bereits, einfach einen Gang runterzuschalten. Ich habe gemerkt, dass ich den Verlauf eines Infektes mit viel Ingwer, frischer Luft und wenn möglich leichten Trainingseinheiten verkürzen kann bzw. das Schlimmste noch verhindere.

Sobald man sich schlapp fühlt beim Training, sollte allerdings Schluss sein. Mein Körper zumindest dankt mir eine Ruhepause und die Möglichkeit zur Regeneration. Nach ausgestandenem Infekt geht es dafür mit vollen Energiespeichern weiter.

In jedem Fall empfehle ich jedem auf die Signale seines Körpers zu hören, auch wenn es einem gerade nicht in den Kram passt.


  1. Ich kenne das nur zu gut mit dem falschen Ehrgeiz. Ich bin ja wirklich selten krank und wenn ich mal krank bin, will ich es einfach nicht akzeptieren. Da bin ich leider mit dem Alter nicht vernünftiger geworden. Da ich ein Mannschaftssport betreibe, denke ich immer, ich lasse die anderen sonst im Stich. Das ist natürlich Quatsch, Gesundheit geht vor und jeder hat dafür Verständnis.
    LG Kerstin (https://liwoba.blog/)

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